Selbstliebe, ist eine der wichtigsten Fähigkeiten auf dem Weg zu sich selbst

Selbstliebe bezeichnet die allumfassende Annahme seiner selbst in Form einer uneingeschränkten und bedingungslosen Liebe zu sich selbst und das angeborene Streben, durch Achtsamkeit, Selbstachtung, Selbstzuwendung und in Wahrhaftigkeit und Selbstvertrauen für das eigene Wohlbefinden zu sorgen.

Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst“
(Lev 19,18; Lk 10,27)

Dieser Spruch aus der Bibel bezieht sich auf Selbstliebe, ohne die eine wahre Nächstenliebe gar nicht möglich ist.

Während die Selbstliebe neben dem eigenen Ich auch anderen Wesen gleiches Wohlwollen und Achtsamkeit zuteil werden lässt, wendet sich die sogenannte Eigenliebe oder Egoismus vorwiegend nur dem eigenen Wohlsein zu.

Alle Liebe dieser Welt ist auf Selbstliebe gebaut“
(Meister Eckhart, aus Mystische Schriften)

Und dieses Fundament „Selbstliebe“ wird sehr anschaulich durch ein Gedicht von Charly Chaplin in Worte gefasst:

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann,

konnte ich erkennen,

dass emotionaler Schmerz und Leid nur Warnungen für mich sind,

wenn ich gegen meine eigene Wahrheit lebe.

Heute weiß ich:

Das ist Selbstachtung.

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann,

habe ich verstanden,

wie sehr es jemanden beschämt, ihm meine Wünsche aufzuzwingen,

obwohl ich wusste, dass weder die Zeit reif,

noch der Mensch dazu bereit war, auch wenn ich selbst dieser Mensch war.

Heute weiß ich:

Das ist Achtsamkeit.

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann,

habe ich aufgehört,

mich nach einem anderen Leben zu sehnen, und konnte sehen,

dass alles um mich herum eine Aufforderung zum Wachsen war.

Heute weiß ich:

Das ist Reife.

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann,

habe ich verstanden,

dass ich immer und bei jeder Gelegenheit zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin

und dass alles, was geschieht, richtig ist – von da an konnte ich ruhig sein.

Heute weiß ich:

Das ist Vertrauen in Gottes Führung.

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann,

habe ich aufgehört,

mich meiner freien Zeit zu berauben und ich habe aufgehört,

weiter grandiose Projekte für die Zukunft zu entwerfen.

Heute mache ich nur das, was mir Spaß und Freude bereitet,

was ich liebe und mein Herz zum Lachen bringt,

auf meine eigene Art und Weise und in meinem Tempo.

Heute weiß ich:

Das ist Wahrhaftigkeit.

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann,

habe ich aufgehört,

weiter der Vergangenheit zu leben und mir Sorgen um meine Zukunft zu machen.

Jetzt lebe ich ausschließlich in der Gegenwart, in der alles stattfindet.

Und in diesem Hier und Jetzt verbringe ich nun jeden Tag.

Heute weiß ich:

Das ist sich-seiner-selbst-bewusst-sein.

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann,

habe ich mich von allem befreit

was nicht gesund für mich war, von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen

und von allem, das mich immer wieder hinunterzog, weg von mir selbst.

Anfangs nannte ich das gesunden Egoismus,

aber heute weiß ich:

Das ist wahre Selbstliebe.

(nach Charly Chaplin)

Diesem Gedicht ist kaum noch etwas hinzuzufügen. Höchstens folgende Hinweise:

Bejahe achtsam das Sein des eigenen Körpers in seiner jetzigen Form und nehme diesen Zustand des Körpers so an, wie er jetzt ist. Es gilt, allen Teilen des Körpers die gleiche Aufmerksamkeit zu widmen, sie anzulächeln und ihnen für ihre Tätigkeiten zu danken, denn jeder dieser Teile des Körpers spiegelt genau das wieder, was er bekommen hat und was er gerade erhält. [siehe auch JETZT und Achtsamkeit]

Es mag Zellstrukturen oder Organe geben, mit deren Aussehen oder Funktion der Verstand unzufrieden ist. Und genau diesen Zellstrukturen und Organen sollte eine besondere Zuwendung zuteil werden, etwa in der Art:

Es tut mir leid, dass ich dich missachte – bitte verzeih mir. Du bist mir genau so viel wert wie jedes meiner anderen Organe. Ich heiße dich in meinem Herzen willkommen. Ich liebe dich, so wie du jetzt bist. Ich gehe mit dir nun gemeinsam den Weg der Achtsamkeit und Liebe und werde fortan deine feinen Signale beachten.

Im Sinne der Selbstliebe ist auch wichtig, zu lernen, sich selbst und anderen zu verzeihen. Mitunter werden nämlich eigene Fehler und Schwächen härter bewertet als die der anderen. So fällt es schwer, sich selbst zu verzeihen. Dadurch können Schuldgefühle und/oder Selbstvorwürfe entstehen, welche die eigene Wertschätzung beeinträchtigen.

Erstellt von meinem Freund Norbert

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Kategorien: bedingungslose Liebe | Schlagwörter: | Ein Kommentar

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Ein Gedanke zu „Selbstliebe, ist eine der wichtigsten Fähigkeiten auf dem Weg zu sich selbst

  1. (NHC II,3,45) Der Glaube empfängt, die Liebe gibt. Niemand wird ohne den Glauben empfangen können. Niemand wird ohne Liebe geben können. Daher, damit wir nun empfangen, glauben wir. Damit wir lieben, geben wir. Denn wenn jemand nicht aus Liebe gibt, hat er keinen Nutzen von dem, was er gegeben hat.

    Dieses Gleichnis gibt Auskunft darüber, was im eigentlichen Sinn unter „christlich“ zu verstehen ist. Der Sinn wird verständlich, wenn man weiß, was hier „in Liebe gegeben“ und „im Glauben empfangen“ werden soll: zinslose (genauer: Urzins-freie) Kredite. Mit anderen Worten: heute gibt es keine Christen mehr! Im Gegenteil – nach urchristlichem Verständnis sind die heutigen „Christen“ die schlimmsten Heiden, die diese Welt je gesehen hat:

    (NHC II,3,4) Ein heidnischer Mensch pflegt nicht zu sterben, denn er hat gar nicht erst gelebt, so daß er sterben könnte. Wer zum Glauben an die Wahrheit gekommen ist, hat das Leben gefunden. Und dieser schwebt in Gefahr zu sterben, denn er ist lebendig.

    Die „heidnischen Menschen“ sind deshalb Heiden, weil sie gegeneinander leben und noch nicht wissen, wie sie als zivilisierte Kulturmenschen miteinander leben können. Ein „lebendiger Mensch“ ist jemand, der seinen Lebensunterhalt mit ehrlicher Arbeit verdient und für diese Arbeit auch einen gerechten Lohn bekommt. Ein „toter Mensch“ ist dagegen jemand, der selbst nichts mehr leistet (außer seinen Besitz zu verwalten) und von der Arbeit anderer lebt. Heute würden wir ihn als „Kapitalist“ bezeichnen. Und die Kapitalrendite des Kapitalisten (nicht zu verwechseln mit dem Unternehmerlohn) ist jenes Geld, welches dem Arbeiter letztlich von seinem Lohn abgezogen wird. Deshalb leben die Heiden gegeneinander: Jeder Heide ist bestrebt auf Kosten anderer zu leben, damit andere nicht auf seine Kosten leben!

    Die Urchristen hatten Jesus immerhin schon soweit verstanden, dass der Zins (Geld- und Sachkapitalzins) zwangsläufig zu Massenarmut und Krieg führt, und so übten sie sich in der Kunst, sich gegenseitig zinslose Kredite auf freiwilliger Basis zu geben. Allein das ist praktische Nächstenliebe, allein dadurch erlangten die ersten Urchristen-Gemeinden einen entscheidenden wirtschaftlichen Vorteil gegenüber der sie umgebenden, ausbeuterischen Welt (das damalige Römische Reich), und allein deshalb wurden die Urchristen auch verfolgt. Wen interessiert es wirklich, wer an welche Götter glaubt oder nicht glaubt? Wenn aber viele Menschen damit beginnen, sich gegenseitig zinslose Kredite zu geben, dann ist das ein Angriff auf den Kapitalismus, der aus der Sicht der Reichen und Mächtigen (Zinsprofiteure) mit aller zur Verfügung stehenden Gewalt unterdrückt werden muss! Allerdings hatten die Urchristen Jesus noch nicht ganz verstanden, und deshalb mussten sie scheitern:

    http://www.deweles.de/willkommen/apokalypse.html

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