“ Zusammenfassung des Buches von Ludwig Gartz „Fließendes Geld “ 1. Teil des Textes

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Präambel
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Ziel dieser Zusammenfassung ist, Menschen das Lesen des Buches zu ersparen. Sie sollen sich schnell einen Überblick über die wichtigsten Inhalte verschaffen können. Damit können sie beurteilen, was es zum Thema „Fließendes Geld“ auf sich hat und ob sie dieses Thema für interessant halten, weiter zu verfolgen.
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Möglicherweise entsteht dann auch der Wunsch, das Buch zu lesen und sich tiefer mit dieser Thematik zu beschäftigen.
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Die Herausforderung für den „Zusammenfasser“ ist, trotz der Kürzungen den Sinn insgesamt zu erfassen und die Zusammenfassung dann noch flüssig lesbar zu halten. Sollte dies an etlichen Stellen trotzdem holprig wirken, wird hier um Nachsicht und Milde gebeten.
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Und hier das Video für all jene, die es noch nicht kennen. Der Text in vorgelesener Form, wodurch es leichter aufnehmbar ist. Je öfter ihr es euch anhört, umso klarer wird es für einen:
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 Täglich neu erscheinde Hörvideos unter dem LINK: https://www.youtube.com/channel/UCKWcIpgP-MegemSQM0I-roA/videos
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Autor: Michael Ende
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Einleitung
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Was bewegte Ludwig Gartz dazu, ein Buch über Geld zu schreiben?
Ein Freund deckte ihm einige unmittelbare Zusammenhänge zwischen dem Zinssystem und den Missständen in der Welt auf. Er sah die Möglichkeit, diese Missstände durch die Einführung Fließenden Geldes zu beseitigen.
Er begann zu begreifen, dass im Geldsystem tatsächlich der entscheidende Schlüssel zu finden ist hinsichtlich der Frage, ob und wie sich der Traum einer glücklichen Menschheit verwirklichen lassen würde. Ihm wurde klar, dass ein weltweiter Frieden, Wohlstand für alle Menschen, eine intakte Natur, die Bewahrung des Planeten und eine selbstbestimmte Menschheit nur über einen grundlegenden Wandel im Finanzsystem stattfinden kann. Nur mit diesem Wandel werden sich seiner Ansicht nach all diese Ziele erreichen lassen.
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Eine der Aussagen dieses Buches lautet:
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„Das herrschende Geldsystem wirkt wie ein tiefer liegendes Gesetz, das die geltenden Gesetze einer Demokratie dominant überlagert. Im Falle eines Zinssystems tut es das im negativen (wirkliche Demokratie verhindernden), im Falle “ Fließendes Geldes “ im positiven (wirkliche Demokratie sicherstellenden) Sinne.“
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Die Politik lebt in und mit der Zinswirtschaft und arbeitet für sie. Wir leben in einer zinsgestimmten, bzw. zinsverstimmten Welt. Diese Verstimmung, die eine Vielzahl von Symptomen mit sich bringt, gilt es umzustimmen, damit die Welt wieder in ihre Mitte rückt und sich auf Gesundheit, Frieden und Wohlstand im Einklang mit der Natur einstimmt.
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Was braucht es, um diese Umstimmung zu bewirken?
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Eine breitenwirksame Aufklärung über die Natur der Zinswirtschaft, ihre grundlegende Funktionsweise und ihre Auswirkungen. Es gilt, den Zusammenhang zwischen der Zinswirtschaft und den Missständen in der Welt zu allgemeinem Wissensgut zu machen. Es ist wichtig, dass der Einzelne nicht nur eine vage Vorstellung von ihr hat, sondern möglichst genau versteht, welche Welt durch sie erzeugt wird. Wenn wir zu wenig bereit sind, selber nachzudenken, werden wir durch kontroverse Diskussionen verwirrt und sagen dann: „Der sagt das und der sagt jenes. Ich weiß nicht, was ich glauben soll“
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Genau darum geht es. Es gilt, dass uns die Wichtigkeit des Themas bewusst wird, so dass wir selber solange darüber nachdenken, bis unsere eigene Wahrheit zum Thema in uns aufleuchtet. Wenn wir selber erkennen, was unser gewohntes Geld aus der Welt und aus unserem Bewusstsein macht, sind wir nicht mehr darauf angewiesen, diesem oder jenem zu glauben und lassen uns nicht mehr leicht verwirren.
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Es braucht eine genauso breitenwirksame Aufklärung über umlaufgesichertes Geld, über die Natur Fließenden Geldes.
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Dazu zwei weitere notwendige Faktoren: Bodenreform und Natursteuer. Ein wirkliches Erkennen wird alle Ängste einer Gewissheit weichen lassen, dass wir mit dieser Währung einen raschen Wohlstand für alle herbeiführen
 
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und auch die zahlreichen anderen zinsbedingten Missstände rasch zum Verschwinden bringen, vor allem Arbeitslosigkeit und Armut.
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Die Einführung Fließenden Geldes bedeutet für das menschliche Bewusstsein eine tiefgreifende Transformation.
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Wir werden uns also anschauen, wie das Fließende Geld die neun negativ dominanten Tendenzen des Zinses transformiert und welches Bewusstsein es in uns fördern wird.
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Dazu ist es erforderlich, dass in allen gesellschaftlichen Gruppierungen und Berufsständen Einzelne eine feste Haltung einnehmen und die Aufklärungsarbeit betreiben, welche die Bevölkerung umstimmt. Jeder kann eine feste Haltung einnehmen, jeder, der sich dazu inspiriert fühlt. Dazu ist es auch notwendig, dass wir mit den Menschen in unserem Leben die aufgezeigte Problematik diskutieren.
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Die Welt der Zinswirtschaft
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Zunächst gilt es also, dass wir uns als Gesellschaft bewusst werden, dass wir dem aktuellen Geldsystem und den durch dieses System in der Welt hervorgerufenen Missständen nicht schicksalhaft ausgeliefert sind. Der Einzelne kann etwas tun. Als Gesellschaft haben wir die Wahl. Es gilt, die Alternative, die sich uns anbietet, zu erkennen, zu verstehen, zu wählen und umzusetzen.

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Allgemeine Betrachtungen
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Bei dem Geld, das wir in Händen halten, handelt es sich um Zinsgeld. Ich ziehe den Begriff „Zinsgeld “ vor, weil es im Kapitalismus immer nur um die Verzinsung des eingesetzten Geldes geht. Aus diesem Zusammenhang ergibt sich eine Reihe von unangenehmen Konsequenzen, die das Zinsgeldsystem mit sich bringt:
Jede Herausgabe von Geld erzeugt gleichzeitig ein Guthaben (eine Forderung) und ein Soll (eine Schuld) in gleicher Höhe; dies bewirkt, dass Guthaben und Schulden immer gleich groß sind; ein Volk mit einem Pro – Kopf – Rekordguthaben ist gleichzeitig rekordverschuldet
es müssen immer weiter Schulden gemacht werden, damit überhaupt Geld in Umlauf bleibt, welche auch immer weiter anwachsen müssen, um Zins und Zinseszins bezahlen zu können  und dies ist der Grund, warum die Kreditgeber von alleine immer reicher werden, ohne etwas dafür tun zu müssen,
auch wenn das Geld von einer Zentralbank herausgegeben wird, neigt es sofort dazu, sich in den Händen weniger anzusammeln; dabei entsteht eine Schere zwischen arm und reich; diese geht allein durch die Zinswirtschaft bedingt immer weiter auseinander
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Das Zinsgeld
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„Das Geld ist der allgemeine (generalisierte) Repräsentant aller Tauschobjekte. Als solcher ist er der Joker unter den Waren, Diensten und Risiken, die im Marktspiel gehandelt werden:
So wie der Joker im Kartenspiel jede andere Karte aussticht, so passt das Geld im Marktspiel beim Tausch zu jeder Ware, zu dem Dienst, zu jedem Risiko. So wie im Kartenspi el der Joker in dieser Runde gezogen werden kann oder in der nächsten oder erst in der übernächsten, je nach Bedarf und Chance, so kann auch das Geld heute, morgen oder erst übermorgen die günstigste Chance am Markt wahrnehmen.
So wie der Joker im Kartenspiel gegenüber diesem oder gegenüber jenem Spieler ausgespielt werden kann, so kann auch das Geld gegenüber diesem oder jenem Markteilnehmer als Nachfrage auftreten“ (Dieter Suhr, Geld ohne Mehrwert, S. 59)
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Unsere kapitalistische Marktwirtschaft strebt stets auf einen Zustand der Sättigung zu. Diese wird durch das Erzielen eines Zinses zur erforderliche Verknappung führen, aber immer wieder unmöglich. Wenn die Marktwirtschaft ein Esel ist und die wirkliche Marktsättigung eine Möhre, dann kann der Esel die Möhre vor seinem Maul niemals erreichen.
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Ist die wirkliche Marktsättigung eine Möhre, dann kann der Esel die Möhre vor seinem Maul niemals erreichen.
Der Markt kann niemals die Sättigung erreichen, die er anstrebt. Die Knappheit kann nie beseitigt werden. Die Gesellschaft kann niemals annähernd so gut versorgt werden wie durch eine zinslose Wirtschaft.
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Wirtschaftswachstum erwirtschaftet mehr Geld. Wenn dieses Mehr an Geld für die Zahlung der steigenden Kapitalerträge verwendet wird, kann dadurch das Absinken der Löhne verhindert oder abgebremst werden.
Die Geldvermögen wachsen nämlich auch weiter, wenn die Wirtschaft nicht wächst. Bei Nullwachstum würde dies sehr schnell allen offensichtlich werden. Daher ist es die vorrangige Aufgabe der Politik, für ein permanentes Wirtschaftswachstum zu sorgen. Nur durch das Wirtschaftswachstum kann die Verarmung der Bevölkerung verhindert oder – wenn die Kapitalerträge schließlich zu hoch werden –zumindest noch abgebremst werden.
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Das Wirtschaftswachstum soll also nur verschleiern, dass die Arbeitseinkommen permanent zugunsten der Kapitaleinkommen zurückgehen. Letztlich geht es beim Wirtschaftswachstum als nur um die Verschleierung, dass die Arbeitskraft durch das Kapital mehr und mehr ihres Lohnes beraubt wird.
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Arbeitslosigkeit
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Die Entstehung der Arbeitslosigkeit durch die Zunahme der Verschuldung lässt sich auch aus der Sicht des Einzelnen, des Unternehmens und des Staates sichtbar machen. Insgesamt bedeutet die zunehmende Verschuldung also immer, dass im Gleichschritt mit der Verschuldung immer weniger Geld für die Bezahlung der geleisteten Arbeit übrig bleibt.
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Dies erzwingt entweder sinkende Löhne oder eine Zunahme der Arbeitslosigkeit oder beides.
Die Zeche für die Verschuldung der Privathaushalte zahlt der verschuldete Einzelne, die für die Verschuldung der Wirtschaft zahlt der Konsument (also wir alle), da die Zinsen auf den Produktpreis aufgeschlagen werden, und die für die Staatsverschuldung zahlt der Steuerzahler, also ebenfalls wir alle.
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Aufgrund der Wirtschaftsverschuldung fließen inzwischen etwa 40% allen ausgegebenen Geldes in Zinszahlungen. Das bedeutet, dass wir den Lohn von fast fünf Monaten pro Jahr abtreten müssen, ohne etwas dafür zu bekommen, weil unsere Wirtschaft verschuldet ist. Nur für 60% des Geldes, das wir ausgeben, bekommen wir tatsächlich etwas.
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Jeder, der nicht 40% seines Finanzbedarfs aus Zinsen, Mieten, Sachkapitalzinsen etc. decken kann, gehört zu den Verlierern des Systems, die nur draufzahlen. Das dürften in Deutschland inzwischen an die 90% des Volkes sein. Es kommt zu keinen Massenprotesten und keinem nennenswerten Widerstand gegen diese Zustände.
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Hier findet eine sehr geräuschlose Umverteilung des Volksvermögens von den unteren Einkommensgruppen zum obersten Zehntel der Bevölkerung statt. Die Umverteilung beschleunigt sich exponentiell (d.h. immer schneller), da Zinsforderungen von ihrer mathematischen Natur her entsprechend anwachsen.
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Da, mit der Verschuldung die Arbeitslosigkeit wächst, wird inzwischen klar geworden sein, dass das System stets an einen Punkt kommen muss, an dem es zusammenbricht. Nun, das ist in der Vergangenheit auch immer so gewesen und wird aktuell auch wieder so sein.
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Die Abzinsung der Zukunft
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Ein Unternehmen, das im Einklang mit der Natur und den Bedürfnissen der Umwelt operiert, senkt durch unrentable Investitionen seinen Wert an der Börse und wird ein Kandidat für eine „feindliche Übernahme“. Ethisches Verhalten einzelner Unternehmer kann die durch die Zinswirtschaft angerichtete globale Zerstörung nicht stoppen.
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In den letzten Jahren wurden viele gut geführte Unternehmen mit niedrigem „Shareholder Value“ von –teilweise viel kleineren – Konkurrenten übernommen, weil deren kurzfristig ausgerichteten und deshalb rentablen Investitionsprogramme eine Übernahme finanzierbar machten.
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Hunderttausende Arbeitsplätze sind so abgebaut, die Bemühungen um umweltfreundliches Wirtschaften bestraft (und vom neuen Eigentümer natürlich auch nicht weitergeführt) worden.
Prof. Dr. Wolfgang Berger „Warum Verantwortung für die Zukunft unrentabel ist „
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Kategorien: Bewusstseinserweiterung, Verantwortung übernehmen | Schlagwörter: | Ein Kommentar

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Ein Gedanke zu „“ Zusammenfassung des Buches von Ludwig Gartz „Fließendes Geld “ 1. Teil des Textes

  1. bitte eines nahen Tages möchte ich hie rlesen und selbst erleben das sich das grundlegend geänder that!!!:-)

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