Ein interplanetares Abenteuer: Zu Besuch bei einer alten, fortgeschrittenen Zivilisation auf einem dem Untergang geweihten Planeten, Teil I

Liebe Lichtwesen,

ich stelle dies bewusst ein, denn auch wenn es lang ist, so können wir daraus sehr viele Infos erlangen, wie andere Humanoide Wesen auf anderen Planeten leben, was der Bewusstseinserweiterung dient.

Ich bedanke mich bei Taygeta für diese lange Übersetzung und wünsche Euch viele Erkenntnisse, in Liebe zu Euch von Charlotte

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Alec Newald wurde auf einen fremden Planeten gebracht und lebte dort während 10 Tagen bei einer Rasse von hochentwickelten Humanoiden – Es war eine Erfahrung, die seinem Leben eine völlig neue Richtung gab.

Im Buch CoEvolution beschreibt Alec Newald, wie er auf den fernen Planeten Haven gelangte und was er dort erlebte und erfuhr.

Unterwegs zu einem Neustart

Es war ein Montag im Februar 1989, als Alec Newald mit seinem Auto die Stadt Rotorua verliess, wo er zuletzt mit seiner Frau und seinem 14jährigen Sohn gewohnt hatte. Nieselregen begleitete ihn auf seinem Weg nach dem 200 km entfernten Auckland. In der Metropole der Nordinsel Neuseelands, in deren unmittelbarer Nähe er aufgewachsen war und einen grossen Teil seines Lebens verbracht hatte, wollte er einen Neustart in seinem Leben vollziehen.

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Er hatte gerade die Scheidung von seiner Frau hinter sich – „es war nicht meine Idee“ – war noch immer aufgewühlt, fühlte sich krank und seine Stimmung war am Boden. Wie vollständig aber durch diesen Abschied und geplanten Neuanfang sein Leben umgekrempelt werden würde, konnte er bei seinem Aufbruch nicht ahnen.

Er wurde von niemandem erwartet, und so fiel niemandem auf, dass er an jenem Tag nicht in Auckland ankam. Und dass Alec sich in einem ungewöhnlichen Gemütszustand befand und sich müde fühlte, als er in der Stadt eintraf, war für ihn nur natürlich nach den bewegten Tagen, die er zuletzt in Rotorua erlebt hatte. Aber schnell merkte er, dass etwas fundamental nicht stimmte. Zuerst stellte er verwirrt fest, dass es Donnerstag war, als er in Auckland ankam, dass er also für die höchstens 3-stündige Fahrt mehr als drei Tage gebraucht hatte. Er konnte sich nicht erinnern, dass er unterwegs irgendwo übernachtet hätte, er trug auch noch die gleichen Kleider und hatte noch gleich viel Geld in seiner Tasche wie bei seiner Abfahrt. Noch schlimmer: bald musste er feststellen, dass nicht nur 3 Tage, sondern 10 Tage verflossen waren, ohne dass er nur die geringste Ahnung hatte, was in diesen 10 Tagen geschehen war. Dass er in dieser Zeitspanne das grösste Abenteuer seines Lebens durchlebt hatte, etwas das alle seine Vorstellungen sprengte und ihm eine völlig neue Welt öffnete, das wusste er damals noch nicht.

Seine Hauptsorge war vorerst, eine Unterkunft und eine Einkommensmöglichkeit zu finden, und so war es ihm mehr als lästig, dass er bald Besuch von zwei mysteriösen Männern erhielt, die sich als ‚Regierungswissenschaftler’ ausgaben und ihn auszufragen begannen. Auf ihre drängenden Fragen konnte er keine Auskunft geben, weil er keine Antworten wusste, aber das insistierende Auftreten und die unterschwelligen Drohungen der beiden Herren machten ihn stutzig, und er schwor sich, ihnen auch dann nichts zu sagen, wenn er erfahren sollte, was es mit den 10 fehlenden Tagen in seinem Leben auf sich hatte. Denn es war ihm inzwischen mehr als klar geworden, dass er sich intensiv um dieses Rätsel kümmern musste.

Die folgenden 4 Jahre waren eine schwierige Zeit für Alec. Zwar machte er Fortschritte im sich Erinnern an die ‚verlorenen’ Tage, und auch das ‚Untertauchen’, um die aufsässigen Herren abzuschütteln, schien eine gewisse Zeit Erfolg zu haben. Aber sein Leben wurde von gewissen Kräften aus dem Hintergrund so gelenkt, dass ein Vorwand gefunden werden konnte, um ihn ins Gefängnis zu stecken und massiv unter Druck zu setzen. Aber im Gefängnis war es dann, als er die erste Rohfassung seines Buches niederschrieb, das seine ersten Erinnerungen enthält an das, was in jenen mysteriösen 10 Tagen geschah. Immer deutlicher wurden die Bilder und die Rückerinnerungen an seine Zeit auf dem Planeten Haven ausserhalb unseres Sonnensystems und immer klarer wurde das Wissen, das er von dort zurück auf die Erde mitgenommen hatte. Den beiden ‚Men in Black’, die ihn im Gefängnis wieder aufsuchten und ihm eine vorzeitige Entlassung versprachen, wenn er ihnen Auskunft geben würde, verriet er keinen Buchstaben. Sein Entschluss stand fest, dass das was er zu erzählen hatte, an die Öffentlichkeit gehörte und nicht in irgendwelche geheimen Archive. Die Menschheit musste erfahren, was er erlebt hatte, und an alle Interessierten musste er die Belehrungen weitergeben, die er in jenen bewegenden Tagen erhalten hatte.

1997 erschien die erste Ausgabe seinen Buches CoEvolution, 2011 die zweite, überarbeitete Version, aus der wir im Folgenden einige Auszüge bringen. Zusammenstellung und Übersetzung durch Taygeta

Einführung: Die verborgene Realität

„Über grosse Teile der Geschichte dieses Planeten ist noch kaum etwas geschrieben worden. Ich spreche hier nicht von noch zu entdeckenden historischen Tatsachen, sondern von Material, das seit je einigen auserwählten Wenigen unserer Gesellschaft bekannt ist.

Die meisten dieser Kenntnisse wurden über die Zeitalter hinweg in kleinen, geheimen Zirkeln weiter gegeben und von diesen eifersüchtig gehütet. Am Anfang, als dieses Wissen diesen Gruppen vertrauensvoll übergeben worden war, waren diese nicht wirklich „geheim“. Die ursprüngliche Absicht war, dass dieses alte Wissen an die Bewohner dieses Planeten weitergegeben werden sollte, en masse, wenn diejenigen, denen es ‚zu treuen Händen’ übergeben worden war, es für angebracht hielten.

Die Spezies, die als Erbe dieses Wissens vorgesehen war, wird als Homo Sapiens bezeichnet. Dieser Homo Sapiens und seine Vorläuferspezies, die Cro-Magnons, wurden künstlich geschaffen [mit dem ‚Material’, das die Evolution der Erde bereitgestellt hatte]!

Die letzten Teile des Cro-Magnon Puzzles wurden vor etwa 70.000 Jahren zusammengestellt. Sie waren nicht das erste humanoide Geschöpf, das diesen Planeten Erde bewohnte, aber es war der erste Typ, der so gebildet wurde, dass er als Empfänger oder ‚Behälter’ dienen konnte, um eine zweite, „körperlose“ Entität aufzunehmen, die in und mit dieser humanoiden Form gemeinschaftlich leben konnte – um Körperlichkeit durch Handlung zu erfahren. Er ist einfach die feste äussere Körperform des Gastes! Man kann erkennen, wer mit dieser zweiten Entität gemeint ist, wenn man sich auf sie als die Seele oder den Geist bezieht.

Diese neue Spezies war dazu bestimmt, alle Informationen, die sie jemals irgendwann in der Zukunft erreichen würden, an Bord zu nehmen und speichern zu können. Mit anderen Worten, sie war in ihren mentalen Fähigkeiten bereits voll entwickelt, und sie erforderte zu diesem Zeitpunkt keine weiteren Verbesserungen oder evolutionären Weiterentwicklungen. Und das gesamte Wissen, das jemals von dieser Spezies bis zum nächsten Evolutionsschritt gebraucht werden würde, war bereits auf dem Planeten vorhanden und den Treuhändern zur Verwahrung übergeben worden.

Diese Treuhänder haben aber ihre Gelübde an die Geber des Wissens längst gebrochen, und ich denke, dass einige von ihnen bis vor kurzem sogar die Identität ihrer alten Wohltäter vergessen hatten. Vielleicht ist der Tag der Abrechnung für diese Treuhänder schon nahe, und es wird nun vielleicht ein wenig klarer, warum die geheimen Sekten oder Gouverneure unseres Planeten es vorziehen würden, dass der erwartete Besuch der „Verpächter“ nicht stattfinden würde!

Ich kann euch nicht mit all dem Wissen, das uns vorenthalten wurde, bedienen, aber ich kann in meinem Buch kleine Schnipsel davon enthüllen. Es sind viele der Informationen verloren gegangen in den Katastrophen, die die Erde in den letzten paar tausend Jahren heimgesucht haben, aber es sind auch einige dieser Informationen wieder entdeckt worden, viele davon durch reinen ‚Zufall’.

Geister in der Maschine

In den aufkommenden Erinnerungen schien es Alec, als sei er mit seinem Auto, irgendwo in einer hügeligen Gegend zwischen Rotorua und Auckland, bei dichtem Nebel und mit blockierter Lenkung gegen eine Felswand gefahren. Irgendwie kam er durch die Felswand hindurch und fand sich auf der anderen Seite ohne Auto und ohne physischen Körper wieder.

„Ich befand mich in einem Zustand der Schwerelosigkeit. Es kam mir vor, wie wenn ich durch ein Sieb gerieben worden sei. Es schien keine festen Teile mehr zu geben, doch hatte ich immer noch das Gefühl gehen zu können. Die vertrackte Sache dabei war, dass kein Körperteil von mir den Boden zu berühren schien!
Mit einem Blick nach unten bemerkte ich, dass der Boden aus einem glasartigen oder eisigen Material bestand. Diese eisartige Grundlage hatte eine weissliche Optik, die den Eindruck erweckte, dass sie von unten beleuchtet war.
Mir schien, dass sie kalt sei, war mir aber nicht sicher, ob ich die notwendige Fähigkeit hätte, um Temperaturen zu fühlen. Es war wirklich sehr merkwürdig, denn es schien auch gleichzeitig Hitze beteiligt zu sein, vielleicht ausgehend von einem Ring aus weichem, blauem Licht, das mich zu umgeben schien.
Bald fand ich heraus, dass ich mich in jede beliebige Richtung bewegen konnte einfach dadurch, dass ich in jene Richtung schaute und meinen Kopf dorthin bewegte. (…)
Ich weiss nicht wie viel Zeit vergangen war, in der ich das alles entdeckte und irgendwie ‚herumhing’ und dachte, dass ich mich ganz allein in diesem scheinbar unendlichen Reich von weichem, blauem Licht befand. Schliesslich, nachdem ich mich immer mehr akklimatisiert hatte (…), war es mir möglich, in der Ferne geisterhaft gewisse Wesen zu erkennen, die sich bewegten.“

Nachdem Alec durch weitere Anpassungsphasen gegangen war und schliesslich durch einen Ring aus einer Art Neonlicht getreten war, schien es ihm, als ob er wieder seinen normalen Körper zurückbekommen hätte. Allerdings bemerkte er mit einer gewissen Verlegenheit, dass seine Kleider diesen Prozess nicht durchgemacht hatten.

Dann realisierte er, dass ihm zwei Wesen folgten, die weiblich zu schein schienen: „ … oder vielleicht müsste ich sagen, dass sie zumindest alle Körpermerkmale aufwiesen, die auch die weiblichen Wesen hatten, mit denen ich bisher in Kontakt war – und alles war am richtigen Ort. Entschuldigt mich bitte, aber es war schwierig, dies nicht zu bemerken, obwohl sie nicht nackt waren wie ich. Sie trugen einen eng anliegenden Anzug aus einer Art Plastik, wobei ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste, was es wirklich war. Vielleicht war es gar kein Anzug, sondern ihre Haut, die in diesem hellen, blaugrauen Ton von Kopf bis Fuss gefärbt war. Diese Hülle liess auch gar nichts für die Fantasie übrig!

Von der Farbe abgesehen kamen mir immerhin diese Körperformen vage bekannt vor, was einigermassen beruhigend war in dieser sehr fremden Umgebung. Sie hatten einige besondere Merkmale, darunter ein vollständiger Mangel an Haaren, einen leicht überproportional grösseren Kopf und grössere Augen, im Vergleich mit dem, was ich für Menschen normal anschauen würde..

Eines der Wesen bewegte sich in Richtung einer Art Glasschrank und bedeutete mir, dass ich in ihn hineintreten sollte. Dies tat ich, und er wurde darauf so eingestellt, dass er bis zu meinem Kinn reichte. Gleichzeitig kam etwas anderes von oben nach unten, das ich aber nicht klar sehen konnte. Als ich daraufhin nach unten schaute merkte ich, dass auch ich einen Kunststoff-Anzug oder eine Haut bekommen hatte, die mir ein blau-graues Aussehen gab. Vielleicht, so überlegte ich mir, hatten auch meine weiblichen Begleiter eine Hautfarbe unter ihrem Anzug, die der meinen ähnlich war. Interessanterweise hatte nun auch ich keine Körperhaare mehr.“

Erste Bekanntschaften    

Ich beschloss, meine Hand auszustrecken und mit meiner Hand über die Tür zu fahren, die ich vor mir erkennen konnte. Vielleicht konnte ich eine Vorrichtung finden um die Tür zu öffnen. Zu meiner Verblüffung stellte ich fest, dass meine Hand geradewegs durch die Tür hindurch gleitete. Erneute überlegte ich mir, welche Optionen ich nun als nächstes hätte und beschloss schliesslich, keine weitere Vorsicht walten zu lassen. Kaum gedacht, war ich schon vollständig durch die Tür hindurch.

Ich befand mich nun in einem Raum, in dem ich mich etwas vertrauter fühlte, weil die komischen Glasstrukturen von vorhin jetzt weniger durchscheinenden Materialien Platz gemacht hatten, die sich aber dennoch wie Plastik oder dergleichen anfühlten. (…)

Auf der anderen Seite des grossen Raumes sah ich Gestalten, die den gleichen Typ von plastikartigen Bodysuits zu tragen schienen. Erfreulicherweise schienen sie eher menschliche Proportionen zu haben als die Wesen, die mich vorher begleitet hatten.

„Willkommen“, höre ich eine Stimme durch meinen Kopf gehen, obwohl erneut kein Laut zu hören war. „Keine Sorge, dir wird hier kein Schaden zugefügt werden, im Gegenteil.“ Eine Frau schien mit mir zu kommunizieren, deren Aussehen mir vage vertraut war, obwohl auch sie keine Haare hatte. „Mein Name ist Millie“, fügte sie hinzu.

Erneut versuchte ich zu sprechen, aber es kam nichts heraus.

„Strenge dich nicht zu sehr an, denke es einfach nur“, schlug sie vor.

„Was … mache …ich … ich … hier?“, vermochte ich mich zu äussern.

„Du hast einfach nur Glück, denke ich“, sagte Millie.

„Glück?!“ Ich konnte keinen Humor in dieser Bemerkung erkennen.

„Nun, sie kennen dich“, sagte sie, „sonst würdest du nicht hier sein. Ich habe aber keine Ahnung, warum sie genau dich wollen.“

„Na ja, und … wo … bin ich … hier …?“ fragte ich.

„Du bist an Bord eines Lichtschiffs, eines Transporters. Aber gut, das Ganze ist etwas komplizierter“, sagte sie, äusserte sich aber nicht weiter dazu. „Ich selbst bin hier, weil ich es so gewählt habe, und weil ich schon so viel Zeit hier verbracht habe, kann ich nicht mehr zurück zur Erde“, fügte sie hinzu.

„Und was ist mit mir? Kann ich wieder zurück?“, war meine Frage.

„Ich denke schon, aber ich bin mir nicht sicher. Nur der Wächter kann dir das sagen.“

„Und warum kannst du nicht zurück?“, fragte ich.

„Ich blieb, weil ich es so wollte. Ich habe meine Gründe dafür, aber dazu mehr später, wenn du hier richtig angekommen bist. Ich kann sehen, dass du noch sehr viele Fragen hast, und meine Geschichte ist sehr lang, zumindest zu lang, um gleich jetzt erzählt zu werden“, schloss Millie.

„Dieser Wächter-Gefährte, wer oder was ist er?“, erkundigte ich mich.

„Nun, es gibt mehr als nur einen, aber ich bin nicht sicher, wie viele. Sie sind für den Betrieb des Raumschiffs verantwortlich. Sie haben nicht nur eine höhere Stellung, sondern sie sind auch ziemlich anders. Ich muss dich warnen, die Wächter sind nicht wie die Mark 2-Modelle – so nennen wir diejenigen, die du vorhin gesehen hast, als du an Bord kamst. Diese sind nur für allgemeine Aufgaben verantwortlich. Die Wächter aber, oder die Ältesten, wie sie manchmal genannt werden, sind sehr machtvoll. Du brauchst dich aber nicht vor ihnen zu fürchten.“

„Wenn ich diese Wächter darum bitten würde, mich zurück zu bringen, würden sie es dann tun, was denkst du?“

„Ja, ich denke schon, aber nicht jetzt“, antwortete Millie.

„Warum nicht? Ich habe keine Lust zu bleiben“, warf ich schnell ein.

„Vor allem, weil wir jetzt wahrscheinlich nirgendwo in der Nähe der Erde sind, und so wirst du mit deiner Rückreise warten müssen. “

„Reise?“ platzte ich dazwischen.

„Ja, das ist der Punkt. Nur wenn sie in unsere Atmosphäre kommen, können sie jemanden herein ‚saugen’, um es mal so auszudrücken. (…) Du hast das Pech, dass wir uns nun auf einer nach aussen gerichteten Reise befinden, seit du hereingezappt wurdest – aber natürlich haben sie es wohl so geplant.“

Sie fuhr fort: „Was ich mit der Rückreise gemeint habe, schau mal hierher … „. Sie zeigte auf das dreidimensionale Gerät, das ich früher schon entdeckt hatte. „Der kleine Punkt hier ist wahrscheinlich unsere Sonne, und deshalb wusste ich, dass wir uns auf einer Wegreise befinden (…). Ich lasse aber die anderen dir das alles erklären. Bald werden wir in die Nähe ihres Heimatplaneten kommen, das wird für dich dann eine grossartige Sicht sein, weil du ja das erste Mal mit uns bist.“

„Du hattest vorhin gesagt, dass du nicht mehr nach Hause zurückkehren kannst. Warum ist das so?“ erkundigte ich mich, mehr als nur ein wenig besorgt wegen der Antwort, die ich bekommen könnte.

„Es ist jetzt einfach zu lange her, zu lange in geringer Schwerkraft und in niedrigem Luftdruck. Vor allem aber zu lang in diesen Anzügen, die die ganze Arbeit machen für die inneren Körperteile. Das ist der Preis, den man bezahlt, wenn man über hundert Jahren alt werden will, denke ich“, sagte sie fast etwas scherzhaft.

„Wie lange werde ich warten müssen, bis sie wieder zurückreisen?“, fragte ich zögernd.

„Na ja, nicht so lange, wie du dir vielleicht vorstellst. Aber noch einmal: das wirst du sie selbst fragen müssen“, antwortete Millie.

Obwohl ich mich mitten in einem Gespräch mit Millie befand, hatte ich nicht wirklich das Gefühl, dass ich es war, der da stand. „Wie kann das alles Wirklichkeit sein?“, fragte ich mich. „Hier gibt es Menschen in hautengen Körperanzügen. Ich bin durch eine feste Tür hindurch gegangen ohne sie zu öffnen. Eine sexy Sirene mit fast nichts an spricht mit mir, ohne Töne von sich zu geben. Ich unterhalte mich mit einer Frau, die über hundert Jahre alt ist, aber keinen Tag älter als vierzig aussieht! Ich betrachte einen Bildschirm, der aus den Star Trek Filmen stammen könnte oder noch fortgeschrittener … .“

„Bist du noch hier?“ unterbrach Millie meine Träumerei. „Wie ich vorhin noch hinzuzufügen wollte, haben die Ältesten mit irgendeiner Art Gentechnik mit diesen Mark 2 Modellen experimentiert – gut, eigentlich sind sie Mark 3 und Mark 4. Ich habe ihnen in meiner eigenen Art und Weise dabei geholfen, aber wir gehen jetzt nicht weiter darauf ein. Diese Wesen gleichen unserer Rasse jetzt viel mehr als das Wächter-Modell, wenn ich es so ausdrücken will. All dies wird dir zweifellos zu gegebener Zeit erklärt werden“, versicherte sie mir.

„Was hat es mit diesen Anzüge auf sich?“, wollte ich von ihr wissen, aber in diesem Moment wurde ich mir der Gegenwart von etwas bewusst, das mir die Haare zu Berge stehen gebracht hätte, wenn ich noch welche gehabt hätte!

Als ich aufsah stellte ich fest, dass sich uns drei Ausserirdische näherten. Der grösste von ihnen glich meiner Begleiterin von früher, der zweite war etwas kleiner und war männlich, soweit ich das beurteilen konnte, der dritte war kleiner, viel kleiner und ging den beiden anderen voran. Er (ich gebe ihm das männliche Attribut, obwohl mir gar nicht klar war, welches Geschlecht er hatte) war von sehr schlankem Aussehen mit einem rundlichen Kopf und etwas schräg liegenden Augen, die ziemlich gross und weiter unten im Kopf platziert waren als unsere. Er hatte einen sehr kleinen Mund, aber ich konnte weder Nase noch Ohren erkennen. Seine physische Erscheinung war jedoch fast völlig unwichtig, denn ich wurde sofort ergriffen von einem überwältigenden Gefühl, das durch seine Präsenz ausgelöst wurde. Es wäre falsch zu sagen, dass es ein hypnotischer Einfluss war, wenn schon etwas, dann eher das Gegenteil davon. Es war als ob seine Energie in meinen Körper hinein projiziert und von ihm absorbiert wurde. Es gibt keine Möglichkeit diesen Eindruck adäquat nur mit Worten zu beschreiben. Jene, die schon so etwas erlebt haben, wissen was ich meine.

Sein Gespräch mit mir war auch viel gewichtiger und klarer als jene, die ich mit anderen geführt hatte. Es war nicht einer der ‚Ausserirdischen’, von denen ich früher schon gelesen hatte und von denen ich in verschiedenen Zeitschriften Illustrationen gesehen hatte. Die Grösse stimmte zwar etwa überein, etwa 1.20 m gross mit einer schlanken Statur, aber wo waren die grossen, schwarzen Augen. Hatte er vielleicht seine Sonnenbrille zuhause gelassen? Ich scherze hier zwar, aber wie sich später zeigte, liege ich da gar nicht allzu weit daneben.

„Willkommen“, sagte er. „Ich bin der designierte Wächter dieses Sektors. Der Anzug, den du bekommen hast wird es dir erlauben, uns zu verstehen und uns erlauben, dich zu verstehen.“

Er muss meine Gedanken gelesen hat, als er den Raum betrat, denn ich hatte gerade Millie wegen der Anzüge um Auskunft gebeten.

„Wir sprechen nicht im eigentlichen Sinne, wie du schon bemerkt haben wirst. Manchmal aber ist ein verbale Nachricht über Töne in einer Fern-Kommunikation notwendig – oder wenn wir ein wenig mit den Astronauten eurer Erde spielen möchten.“

Ich bin sicher, in seinem Gesicht zeigte sich in diesem Moment ein kleines Lächeln, aber vielleicht täuschte ich mich. Er fuhr fort: „Ich werde nicht fragen, ob du jetzt hier bleiben oder zurückkehren möchtest. Ich würde hoffen, dass du möglicherweise die Chance nutzen willst, um mehr Wissen und Verstehen zu erwerben, bevor du eine Entscheidung triffst. Es gibt Dinge, die wir dir in diesem Zeitpunkt noch nicht sagen können. Ich hoffe, du kannst das verstehen. In jedem Fall hast du die Möglichkeit, ein beträchtliches Wissen über eine Vielzahl von Themen zu erwerben, auch Wissen über deine Rasse. Allerdings wird ein Teil dieses Wissens wieder von dir genommen werden müssen, wenn du dich entscheiden solltest uns zu verlassen und auf deinen eigenen Planeten zurückzukehren.“

„Ich habe dir hier Zeena 5 als deine Kommunikations-Assistentin und deine Führerin zugewiesen, bis du gelernt hast, deine eigenen Wege zu finden. Sie wird dir sagen, wo du hingehen kannst und wo nicht, und sie wird dir die meisten Fragen, von denen ich weiss, dass du sie haben wirst, beantworten. Es könnte dich noch interessieren, dass Zeena 5 sich freiwillig für diese Aufgabe gemeldet hat. Fasse es so auf, wie du willst.“

Und schon war er gegangen und liess Zeena zurück. Ich sah ihn nie wieder.

Zeena

„Haben wir uns schon einmal getroffen?“, fragte ich sie, weil ich nicht sicher war, ob sie es war, die mich vorher begleitet hatte.

„Ja, mehr als einmal, aber du wirst dich nicht daran erinnern, das war vor langer Zeit“, antwortete sie. „Auch ich möchte viel von dir und deinem Volk erfahren, also nahm ich die Gelegenheit wahr, um dies tun zu können. Wenn du deiner neuen Freundin für jetzt Goodbye sagen möchtest, dann würde ich dich in meinem zweiten Zuhause, dem Transporter-Schiff herumführen.“

Ich hatte kaum die Möglichkeit, dies abzulehnen, sagte Millie für den Moment Goodbye, kehrte mich um und folgte Zeena aus dem Raum.

Hast du jemals versucht, zehn Fragen zur gleichen Zeit zu stellen? Mein Gehirn arbeitete Überstunden. Ich musste Zeena mit einem Wirrwarr von Fragen überschwemmt haben, denn bis zu ihrer Antwort verstrich einige Zeit.

„Ich werde sie alle beantworten so gut ich kann, aber vielleicht nur eine zur gleichen Zeit wäre der mögliche Weg. ‚In etwa zehn eurer Erdetagen’, ist die Antwort auf die Frage, die zuoberst in deinem Kopf steht.“

Diese Sprechweise hatte noch nie eine wörtlichere Anwendung. Die Frage, die zuoberst in meinem Kopf war lautete: „Wie schnell kann ich wieder nach Hause zurück?“

Ich erkannte, dass es mehr als nur ein wenig peinlich sein würde, denn kaum entstand ein Gedanke in meinem Kopf, konnte ihn Zeena schon lesen. „Dies könnte sehr unbehaglich werden, zumindest für mich, dachte ich bei mir. Ich war umgekehrt überhaupt nicht sicher, ob Zeena so eine irdische Sache wie Verlegenheit kannte.

„Und wie sollte ich mich fühlen, wenn mir etwas peinlich wäre?“ kam ihre Frage.

„Na, ich denke mein Gesicht könnte erröten“ war alles, was mir dazu zu sagen einfiel.

Ich hatte auch keine Ahnung, ob sie unseren Erde-typischen Humor verstand. Ihrer Reaktion war zu entnehmen, dass sie es nicht tat. (…)

„Millie deutete an, dass sie fast 100 Jahre alt sei, aber nach irdischen Massstäben sieht sie nicht so aus. Kannst du mir das erklären?“, fragte ich.

„Sicher. Deine neue Freundin sieht nicht ihrem Erde-Alter entsprechend aus, weil sie sich nicht in eurem irdischen Zeitrahmen aufhielt, seit sie bei uns ist. Sollte sie aber zur Erde zurückkehren, würde sie tatsächlich in einem sehr schnellen Tempo altern, bis ihr Körper sein richtiges Alter erreicht haben würde. Die Zeit, die sie mit uns auf Zeitreise verbracht hat würde sich nicht aufaddieren, weil sich das ausserhalb aller physikalischen Gesetze bewegt. Aber du weisst das wahrscheinlich schon, denn ich bin sicher, dass… “ Zeena zögerte, als ob sie noch mehr dazu sagen wollte, tat es aber nicht.

„Wir haben von all diesen Dingen keine Ahnung auf meinem Planeten“, antwortete ich, fast wie ein Schüler, der von seinem Lehrer gerade abgekanzelt wurde für seine Unaufmerksamkeit in der Stunde.

„Ich denke nicht, dass ich dich überschätzt habe, denn erneut ich bin mir meiner Fakten sicher“, fuhr sie fort, als ob ich ihr etwas vorenthalten würde.

Diese Haltung war etwas rätselhaft für mich, denn ganz bestimmt konnte nicht erwartet werden, dass ich Kenntnisse haben sollte über Zeitreisen. Es schien mir, dass es am besten wäre, wenn wir dieses Thema vorerst beiseite legen würden.

Die Ankunft

Mir wurde schon einiges über Haven gesagt, und ich hatte schon viele Bilder gesehen, aber was jetzt kam, war die echte Version. Zuerst mussten wir in einem Bogen um die Sonne herum fliegen, sodass noch einige Zeit blieb, bis der Planet sichtbar wurde. So benutzte ich die Gelegenheit, um noch einen Drink zu mir zu nehmen, denn es wurde mir dringend zu einer weiteren Flüssigkeitsaufnahme geraten.

Nachdem wir unseren Bogen um die der Sonne herum gemacht hatten näherten wir uns also dem Heimatplaneten von Zeena, und schon bald wurde er auf dem dreidimensionalen Betrachter erkennbar. Zuerst war ich etwas verwirrt, weil ich nicht wusste, welches nun Haven war und welches nicht, denn keines der Bilder von Haven, die ich gesehen hatte, offenbarte, dass Haven der Juniorpartner in einem Doppel-Planetensystem war. Es war sogar so, dass es mir nicht einmal gesagt wurde.

Dies war mir eigentlich ziemlich rätselhaft, aber darüber nachzudenken hatte ich jetzt keine Zeit, denn ich war gebannt durch das, was sich uns auf dem Betrachter zeigte.

Mit Doppel-Planetensystem meine ich, dass Haven aussah wie ein kleiner Planet, der um zu einen viel grösseren Planeten kreist, vielleicht ähnlich wie bei uns Erde und Mond, nur hier mit vertauschten Rollen. Haven schien Wasser zu haben und einige Wolken, während der grössere Globus sehr unserem Mond ähnelte, trocken und unfruchtbar schien. Der einzige wirkliche Unterschied [zur Erde] schien mir, dass es auf Haven eine Dominanz von blau-schwarzen Meeren und rotbraunem Land gab, anstelle unseres Blaus und des grün-braunen Mix, sowie den reichlichen Wolken, die unser Erde bedecken.

Als die Details klarer wurden erkannte ich, dass auf diesem Planeten die Landmassen dominierten und nicht die Ozeane, und dass das Land sehr trocken schien. Es hatte nur wenig Wolken, die sich entlang der Küstenlinie ansammelten.

Der Planet hat drei grosse Meere oder Ozeane, die etwa vierzig Prozent der Oberfläche des Planeten ausmachen. Es schien mir, dass es keine Eiskappen gab, doch ich erfuhr von Zeena, dass in den auf Haven kurzen Jahreszeiten diese Eiskappen schnell kommen und auch schnell wieder verschwinden. Wir näherten uns dem Planeten von Norden, und weil es gerade Sommer war, gab es am Nordpol keine Eis.

Die beiden Planeten umkreisen eine einzige Sonne, die bezüglich Grösse der Sonne unserer Erde gleicht, die aber viel älter ist. Die Umlaufbahn oder das Jahr auf Haven ist etwa zwei Drittel so lang wie ein Erdenjahr, und der Abstand von Haven zu seiner Sonne ist etwas geringer als der der Erde zu unserer Sonne. Weil der Mond von Haven so viel grösser ist, sind auf Haven die Gezeiten viel ausgeprägter als bei uns, und deshalb lebt der Grossteil der Bevölkerung in den Regionen um die Pole des Planeten. Obwohl die Umlaufgeschwindigkeit von Haven um seine Sonne schneller ist als jene unserer Erde, ist seine Drehgeschwindigkeit um die eigene Achse langsamer, was zur Folge hat, dass dort die Tage länger sind.

Als wir näher kamen, konnte ich sehen, dass die meisten Landmassen dort Wüsten zu sein schienen, ähnlich dem Outback von Australien. Zeena hatte mir gesagt, dass viel davon unbewohnbar ist, dass es aber nicht immer so war.

Wie ich es verstehe, fand die Entwicklung auf dem Planeten weitgehend an den Ufern der drei Hauptpolarmeere statt. Anfänglich hatte dies zur Folge, dass die Bevölkerung in drei Gruppen aufgeteilt war und jede dieser Gruppen ihre eigene Kultur entwickelte. Später fanden sie, dass sie durch die Kombination ihres Wissens schnellere Fortschritte in allen Bereichen machen konnten. Dies hat möglicherweise dazu beigetragen, dass sie sich zu einem so hohen Niveau entwickeln konnten.

Kurz vor dem Abstieg durch die Atmosphäre des Planeten konnte ich zum ersten Mal die Heimatstadt von Zeena, Nepalesa, zu Gesicht bekommen. Der Transporter schien sich an dieser Stelle senkrecht nach unten zu bewegen. Der Landeplatz befand sich nicht weit vom Zentrum der Hauptstadt entfernt, und so hatte ich das Glück einen grossartigen Überblick über die gesamte Anlage dieser grossen Metropolregion zu bekommen.

Zeena hatte mir einen ziemlich umfangreichen Überblick darüber gegeben, wie der Planet regiert wurde und wie das Leben dort geregelt war. Es klang sehr einfach, jedenfalls weit einfacher als alles auf der Erde, vor allem wenn man bedenkt, dass es sich um die Organisation des gesamten Planeten handelt, nicht nur ein einzelnes Land. In jedem Hauptdistrikt – und es gibt davon drei, wie ich oben erklärt habe – werden drei Bürger als Vertretung in den Hohen Rat gewählt, der also aus insgesamt neun Ratsmitgliedern besteht. Der Rat hat die Befugnis, alle wichtigen Entscheidungen in Bezug auf das Wohlbefinden des Planeten zu treffen. Im zweijährlichen Turnus wird ein neues Ratsmitglied aus jedem der drei Bezirke gewählt und nimmt seinen Platz ein im Rat der Neun. Das jeweils älteste Ratsmitglied tritt zurück und erhält die Position eines allgemeinen Aufsehers. Auf diese Weise gibt es jedes zweite Jahr ein neues Ratsmitglied und so einen konstanten Fluss an neuen Ideen. Ein Mitglied, das zurückgetreten ist, kann nicht nochmals gewählt werden. Dieses System funktioniert gut, wie die Fortschritte des Volkes von Haven beweisen. Die einzelnen Städte werden nach einem ähnlichen System regiert und am Laufen gehalten.

Wir kamen recht schnell herunter, und deshalb hatte ich nicht viel Zeit, die Landschaft und die Umgebung der Stadt im Detail zu studieren. Auf der gegenüberliegenden Seite der Stadt und in einiger Entfernung von ihr ist das Land unfruchtbar und rötlich gefärbt. Ich fing einen kurzen Blick ein von etwas, das wie ein grosser Canyon-Fluss aussah, aber er verschwand, bevor ich mich wirklich darauf konzentrieren konnte. Es gab nur sehr wenig Grün, der überwiegende Anblick zeigte ein stumpfes Hellbraun, das in Richtung der Wüste in ein Rotbraun überging.

Das Auffälligste an der Stadt war ihre Ordentlichkeit und Sauberkeit, die zweite ihre Grösse. Sogar von ziemlich weit oben konnte ich die Grenzen kaum ausmachen. Es gibt auf der Erde vielleicht grössere Städte, aber im Vergleich mit der Region woher ich komme ist Nepalesa gross, sehr gross. Sie erstreckte sich in beide Richtungen der Küstenlinie entlang, über meine Sichtgrenze hinaus. Es schien nur ein dünner Landstrich zu sein, der nicht Küsten- oder Wüstenlandschaft war, und die Stadt war darin eingelagert.

Was schliesslich noch einen besonderen Eindruck auf mich machte war die Abwesenheit von hohen Gebäuden, ausser vielleicht einem oder zwei seltsamen Türmen und der Dominanz einer kleinen kreisförmigen und einigen grösseren pyramidenartigen Konstruktionen.

Kaum eine Minute war vergangen, seit wir in die Atmosphäre eingetreten waren und schon hatte der Transporter auf den Boden aufgesetzt. Ich verspürte eine Mischung aus Besorgnis und Aufregung, jetzt wo wir hier waren – wo auch immer dieses „hier“ war – und langsam begann ich zu realisieren, was mit mir passiert war. Würde ich jemals wieder nach Hause kommen? War jemand auf der Suche nach mir?

Doch bald liess meine Beklemmung nach und machte der Neugier Platz. Was ich als erstes erkennen konnte war ein ebener Boden, ähnlich einem Hof, der zu zwei pyramidenförmigen Gebäuden gehörte. Diese schienen aus einem Material zu bestehen, das wie getöntes Glas oder halbtransparenter Kunststoff aussah. Die Spitzen dieser Bauten konnte ich von meinem Punkt aus nicht sehen, aber später fand ich, dass sie mit einem Spiralturm oder einer Antennenanordnung versehen waren. Die Höhe der Türme entsprach etwa einem Viertel der Gesamthöhe der Gebäude. Zuoberst auf jedem Gebäude befand sich etwas, das ich nur als eine grosse Glühbirne beschreiben kann. So merkwürdig es klingen mag, ich war mir sicher, dass ich so etwas schon früher, in fernen Vergangenheit, gesehen hatte. Diese Glühbirnen glühten Tag und Nacht, und bei näherer Betrachtung schienen sie eher aus eine Netz- oder Maschenkonstruktion zu bestehen als aus Glaskugeln. Es musste irgendeine Form von elektromagnetischem Gitter oder Abschirmgerät sein.


In meiner Erinnerung war Zeena die einzige, die mit mir das Raumschiff verliess, aber ich verlor darüber keine Gedanken. Was meine Aufmerksamkeit sofort gefangen nahm, als wir hinaustraten, war der Himmel. Obwohl wir volles Tageslicht hatten, war der Himmel fast schwarz oder zumindest indigo! Nur am Horizont konnte ich einen Streifen Blau und Orange erkennen. In diesem Moment erinnerte ich mich auch daran, dass mir etwas gegeben wurde, das ich nur als Sonnenbrille bezeichnen kann. Es war eine Art Panorama-Schutzbrille, und die Anweisung, die ich bei deren Aushändigung bekam lautete: „Wenn die Sonne scheint, setze sie dir auf! Keine Ausnahme!“ Also setzte ich sie mir auf.

Spiral Tower Building – Möglicher Energietransmitter oder Receiver

Im Gebäude, das dem Transporter am nächsten stand, wurden wir mit neuen, vollkommen anderen Anzügen ausgerüstet. Wie Zeena erklärte, war dies nach dimensionalen Raumflügen eine wichtige Sache. Die neuen Anzüge sind für andere Aufgaben konzipiert als diejenigen, mit denen wir vorher ausgestattet waren. Der auffälligste Unterschied war, dass die Farbe etwas zwischen Gelb und Gold war, keines von beidem, sondern ein Farbton dazwischen. Später im Sonnenlicht reflektierten sie eher einen goldenen Farbton, was ziemlich spektakulär war. Es wurden uns auch ein zusätzlicher Schutz für unsere Füsse gegeben, den man wohl als Schuhe bezeichnen könnte, obwohl er eigentlich nur eine Verstärkung des Anzugs selbst war.

Bereits früher hatte Zeena um die Erlaubnis gebeten, dass ich bei ihrer Familie als Gast wohnen durfte, und also durfte ich sie, nachdem sie ihre Pflichten an Bord erfüllt hatte, nach ihrem Zuhause begleiten.

Die Wohnungen

Ich fühlte mich etwas verloren, weil ich nicht wusste, wohin ich schauen sollte, so gross war meine Neugier und Ehrfurcht bezüglich dem, was um mich herum war. Einige Gebäude ähnelten denen auf der Erde, aber die Aussenwände waren in Winkeln von etwa dreissig Grad nach hinten geneigt, und jede Etage war etwas zurückversetzt, so dass sie eher wie abgestufte Hügel aussahen.

Die meisten Gebäude waren kreisförmig oder röhrenförmig. Sie waren in einer Art Spiralmuster ausgelegt, mit dem höchsten Gebäudeteil in der Mitte. Alle Gebäude schienen aus Glas oder Plastik zu bestehen.

Der Zugang zur oberen Ebene des Hauses, in dem ich wohnte, erfolgte durch eine sanfte, gewölbte Spiralrampe, die die gewölbten Aussenwände umgab. Diese Rampe konnte man auch von ausserhalb des Gebäudes sehen. Meine persönliche Überlegung war, dass dieses Merkmal als Rahmen oder Verstärkung für die Wohnung gedient haben könnte.

Variante der Wohnung oder des Hauses, auch dreistöckig – mit sechseckigem kristallinem Muster innerhalb der Wände

Die Räume oder vielmehr die verschiedenen Stufen wurden von einer Form von diffuser Beleuchtung erhellt, Tag und Nacht, aber ich konnte keine direkte Lichtquelle finden, um diese Beleuchtung zu erklären.

Die zweite Ebene war ihr Haupt-Wohnbereich. Ich war von der Schönheit und dem Layout überwältigt. Egal, wie sehr ich mich bemühe, ich kann hier keine Beschreibung geben, die diesem Eindruck gerecht wird. Die Farbe war überwiegend perlweiss, die vielleicht einen Hauch silbergrau enthielt. Dies hätte dazu beitragen können, jede Art von Blendung zu verhindern, denn ich kann versichern, dass es keine solche gab. Wie von tief innen wurden noch alle Farben des Regenbogens reflektiert, etwa so wie bei einer Perlmutter-Muschel.  Das weiche Licht, das ich schon erwähnt habe, schien von überall her zu strahlen. Zu sagen, dass es ein wirklich erstaunlicher Anblick war, ist grob unzulänglich!

Ich bin mir nicht einmal sicher, ob es die Farben waren, die den atemberaubendsten Aspekt des Innenraums darstellten, denn ich war gleichermassen begeistert vom Fluss der Formen, der von einem Abschnitt oder Abteil oder Gebilde in den nächsten überführte. Was ganz erstaunlich war, dass diese Farben durch die Gedankenmuster einer Person verändert werden konnten. Wenn man also begeistert war, so konnte man daraus kein Geheimnis machen, denn die Farben würden ganz sanft um die Farben des Spektrums herum tanzen, und wenn eine Person in Meditation war, so würde der Lichtpegel sich absenken und nur die weicheren Töne würden hervortreten.

Es war, als wäre die ganze Wohnung, einschliesslich jedes Möbelstückes, gleichzeitig gebaut worden. Wieder schien es keine Fugen oder Nähte zu geben, die ich finden konnte. Es muss wohl diese Wohnung mit ähnlichen Techniken konstruiert worden sein, wie sie beim Raumtransporter verwendet wurden. Der Boden, ein geschmeidiger, gepolsterter Gummi, fühlte sich sehr sanft an beim Gehen; die Farbe war nur eine oder zwei Schattierungen dunkler als die der Wände.

Die Möbel schienen aus der gleichen, jetzt schon ganz vertrauten Glas- oder Plastiksubstanz zu bestehen. Obwohl auch sie leicht getönt oder rauchig waren, schienen alle Farben des Regenbogens tief innen darin enthalten zu sein.

Der zentrale Bereich dieses Raumes auf der zweiten Ebene war kreisförmig und wurde als Allzweckbereich verwendet, auch für Meditationen. Schlafzimmer als solches wurden dadurch völlig überflüssig gemacht, dass die Meditation die Stelle des Schlafes einnahm. Diese meditativen Zustände dauerten jeweils eine oder zwei Stunden jeden Tag.

Dies war der erste Teil unseres Ausschnittes aus dem Buch CoEvolution.
Im zweiten Teil geht es dann um die Belehrungen, die Alec durch seine Führerin Zeena erhielt. Darin erfahren wir nicht nur weitere Details über den Heimatplaneten von Zeena und speziell über die überlebenswichtigen Probleme, mit denen ihr Volk konfrontiert ist. Es wird auch ein ganz neues Licht auf die Geschichte der Erde und Menschheit geworfen, und es werden Hinweise gegeben zu den fundamentalen Veränderungen, die auf die Menschheit und unseren Planeten zukommen.

Fortsetzung mit Teil 2

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Quelle: http://transinformation.net/ein-interplanetares-abenteuer-zu-besuch-bei-einer-alten-fortgeschrittenen-zivilisation-auf-einem-dem-untergang-geweihten-planeten-teil-i/

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Kategorien: Bewusstseinserweiterung | Schlagwörter: | 5 Kommentare

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5 Gedanken zu „Ein interplanetares Abenteuer: Zu Besuch bei einer alten, fortgeschrittenen Zivilisation auf einem dem Untergang geweihten Planeten, Teil I

  1. Liebe Charlotte !

    Da kann ich Dir nur zustimmen , dass sich das lesen dieses langen wirklich Textes lohnt ! Ich hatte das schon gestern auf meinem Blog eigestellt , weil mein kosmischer Mann auch mir damit etwas sagen wollte – siehe mein Vorwort . . . und gerade eben habe Teil 2 eingestellt – auch mit langem Vorwort – das wollte mein Schatzi so . . . die Kreise schließen sich immer mehr . . . ! Einfach wundervoll ! ! ! ❤ ❤

    Alles Liebe ! ❤ ⭐ ⭐ ❤

    A´Stena und Co.

    • Liebe Karin,
      wir sind in einer Übergangsphase und da ist es wichtig sich mit den kosmischen Rassen und Völkern zu beschäftigen, gerade weil sie uns in der Entwicklung in vielen Bereichen voraus sind und wir von Ihnen lernen können und sie können von uns einiges lernen, was Ihnen verloren ging in ihrer Entwicklung. Danke für Deine Kommentare, welche Du hier regelmäßig einstellst. Alles Liebe von Charlotte

      • Dankeschön , liebe Charlotte auch für das Gespräch – war mal wieder schön ! ❤

        Liebe und Licht ! ❤ ⭐ ⭐ ❤

        A´Stena und Co.

  2. P.S : Bisschen verdreht die Worte im ersten Satz – sorry – aber ich hoffe , man versteht es trotzdem ! 😉

    • LinLa

      Karin, … ist wahrscheinlich niemanden aufgefallen, mir jedenfalls nicht … 😉

      Grüßchen
      Evelin ❤

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